31.05.2022 – Boysen Doktorandentage: Rolf Geisel pocht auf Tatendrang und Innovationskraft

Rekordbeteiligung beim achten Doktorandentreffen der Friedrich-und-Elisabeth-Boysen-Stiftung in Simmersfeld

Simmersfeld. Nach zwei Jahren Corona-bedingter Zwangspause fand in der Boysen Welt in Simmersfeld die achte Auflage der Boysen Doktorandentage statt. Seit 2013 treffen sich Doktoranden, Professoren und Unternehmensvertreter regelmäßig, um sich über die Zwischenstände der durch die Friedrich-und-Elisabeth-Boysen-Stiftung geförderten Forschungsprojekte auszutauschen.


„Die Pandemie hat uns zwar ausgebremst“, sagte Boysen Geschäftsführer Rolf Geisel in seiner Begrüßung, „aber sie hat uns nicht gestoppt.“ Erfreut zeigte er sich darüber, dass er mit 81 Anmeldungen eine Rekordzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern begrüßen durfte.


Dass die Doktorandentage nicht im Schongang durchgeführt werden sollten, brachte Geisel bereits in seiner Begrüßung zum Ausdruck: „Die technologische Transformation stellt uns vor enorme Herausforderungen, die nur mit Innovationskraft und Tatendrang gemeistert werden können. Diese Attribute erwarten wir uns auch mit Blick auf ihre Forschungsergebnisse. Falls sie sich jetzt also ein wenig unter Druck gesetzt fühlen, ist das nicht verkehrt.“


Auch die Boysen Gruppe selbst müsse diesem Druck jeden Tag aufs Neue standhalten, um die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter in Zeiten des tiefgreifenden Wandels langfristig zu erhalten: „Unsere Kunden erwarten von uns nur eines: Höchstleistung. Und das unabhängig von Corona, Halbleiter-Mangel und vielen weiteren Material-Engpässen in Folge des Ukraine-Kriegs.“


Bereits seit 1996 investiert die Friedrich-und-Elisabeth Boysen-Stiftung erhebliche Mittel in Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Umwelttechnik – schwerpunktmäßig an der Universität Stuttgart, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Technischen Universität (TU) Dresden. In Bezug auf die gemeinnützigen Aufwendungen ist sie die zweitgrößte Stiftung in Baden-Württemberg.


Über zwei Tage vollzogen die jungen Wissenschaftler in Simmersfeld einen regelrechten Vortragsmarathon: Im Beisein des Stiftungsvorstandes Prof. Dr.-Ing. Stefanos Fasoulas (Vorsitzender), Wilhelm Becker (stellvertretender Vorsitzender) und Dr. Andreas Dreizler wurden die Zwischenergebnisse von insgesamt 45 Forschungsarbeiten präsentiert. Darüber hinaus stellten sich die Doktorandinnen und Doktoranden den kritischen Fragen ihrer betreuenden Professorinnen und Professoren sowie der Unternehmensvertreter der Boysen Gruppe.


Forschungsthemen waren beispielsweise Maßnahmen zur Effizienzsteigerung von Windturbinen sowie Untersuchungen zur Einbindung von Elektrofahrzeugen in das  Elektrizitätssystem. Dazu kamen weitere Projekte aus dem Bereich der Ingenieurs-, Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften, die innerhalb des Boysen-TU Dresden-Graduiertenkollegs gefördert werden. Die Aufgabe dieser Forschungskooperation ist es, die Verknüpfung der verschiedenen Bereiche herzustellen und von interdisziplinären Forschungsergebnissen zu profitieren.


Neben dem Wissensaustausch gehören Einblicke in die industrielle Praxis zum festen Rahmenprogramm der Doktorandentage. Daher haben die Teilnehmer bei einer Führung durch das Produktionswerk BAK abschließend noch einiges über die hochmodernen und digital vernetzten Fertigungstechnologien bei Boysen erfahren. Darüber hinaus zeigte Rolf Geisel auf, mit welchen Schwerpunktthemen sich die Unternehmensgruppe breiter für die Zukunft aufstellt – beispielsweise mit neuen Aktivitäten im Bereich der Energietechnik und dem damit verbundenen Bau eines Entwicklungszentrums für Wasserstoff in Simmersfeld.

 

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Kerngeschäft der Boysen Gruppe mit Stammsitz in Altensteig (Baden-Württemberg) ist die Entwicklung und Fertigung hochleistungsfähiger Abgassysteme und -komponenten für Pkw, Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen. Neben den drei Hauptkunden Audi, BMW und Mercedes-Benz arbeitet der Abgastechnik-Spezialist für die deutschen Automobilhersteller Volkswagen und Porsche, die englischen Marken Bentley und Rolls-Royce, die Nutzfahrzeughersteller Daimler und MAN sowie im Bereich Off-Highway-Anwendungen für Krauss Maffei, mtu, Voith u.a.

Im Zuge des technologischen Wandels innerhalb der Automobilindustrie setzt Boysen neben innovativen Abgastechnologien auch auf neue Produktgruppen, die in allen Fahrzeugen – unabhängig der Antriebsart – zum Einsatz kommen können. Einen weiteren wichtigen Baustein seiner Zukunftsstrategie sieht das Stiftungsunternehmen im Bereich der Energietechnik, wobei vor allem Themen wie Wasserstoff, Brennstoffzellen sowie stationäre Energiespeicher im Fokus stehen.

Die Boysen Gruppe beschäftigt aktuell rund 5.300 Mitarbeiter an 25 Standorten im In- und Ausland. Neben den Entwicklungsstandorten in Altensteig und Nagold verfügt Boysen über Produktionsstandorte in Altensteig, Simmersfeld, Heubach, Salching, Ingolstadt, Plauen und Achim sowie in Frankreich, Ägypten, Südafrika, Indien, China, Mexiko, Serbien, Rumänien und in den USA.

 

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Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Christian Grimm
Teamleiter Marketing
BIN Boysen Innovationszentrum Nagold GmbH & Co. KG
Carl-Friedrich-Gauss-Str. 4
72202 Nagold
Tel. 07452/8408-200
Fax 07452/8408-8200
E-mail christian.grimm(at)bin.boysen-online.de

 

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