Simmersfeld. Zum zwölften Mal hat die Friedrich und Elisabeth Boysen-Stiftung die von ihr geförderten Doktorandinnen und Doktoranden in den Nordschwarzwald eingeladen, um sich aus erster Hand über den aktuellen Stand der jeweiligen Forschungsarbeiten zu informieren. Ursprünglich initiiert wurde das Format der Boysen Doktorandentage von Rolf Geisel, von 1985 bis 2025 Geschäftsführer und seither Aufsichtsratsvorsitzender der Boysen Gruppe: „Unser erklärtes Ziel ist die Verzahnung von exzellenter Forschung und industrieller Anwendung, die angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen massiv an Bedeutung gewonnen hat.“
Bei seiner Begrüßung im BAK Entwicklungszentrum Simmersfeld brachte der CEO der Boysen Gruppe, Dr. Till Scharf, die Erwartungshaltung des Unternehmens schnell auf den Punkt: „Wir leben in Zeiten multipler Krisen und technologischer Herausforderungen, die nicht nur die Automobilindustrie unter massiven Veränderungsdruck setzen. Vor diesem Hintergrund ist unser Stiftungsprinzip ‚Fördern und Fordern‘ wichtiger denn je.“
Direkt an die geförderten Doktoranden gerichtet, mahnte Scharf an: „Die Forschungsprojekte dürfen kein Selbstzweck sein. Vielmehr müssen vielversprechende theoretische Ansätze mit Herzblut und unternehmerischem Willen in ein neues Produkt und damit in die Industrialisierung geführt werden, um damit Arbeitsplätze am Standort Deutschland zu sichern.“
Diesen Gedanken griff auch Michael Fischer, Senior Vice President Entwicklung der Boysen Gruppe und Vorstandsmitglied der Boysen-Stiftung, auf: „Der interdisziplinäre Austausch, den wir einmal pro Jahr mit den Doktorandentagen ermöglichen, ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Wenn die Teilnehmer von der Expertise aus anderen Fachbereichen und der industriellen Praxis profitieren, entstehen Synergien, die ein Forschungsprojekt entscheidend voranbringen können.“ Erklärtes Ziel sei es, die jungen Wissenschaftler aus ihrer akademischen Komfortzone zu holen und für die harten Anforderungen der Praxis zu sensibilisieren.
Neben zwei Tagen voller intensiver Fachvorträge bot der traditionelle Get-together-Abend im Landgasthof Hirsch in Überberg auch den Rahmen für tiefergehende Gespräche. In entspannter Atmosphäre gab CEO Scharf Einblicke in die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe und verdeutlichte, wie sich Boysen mit neuen Produktgruppen – darunter Batteriegehäuse für E-Fahrzeuge, Wasserstofftanksysteme für Nutzfahrzeuge sowie stationäre Flow-Batteriespeicher – konsequent für die Zukunft aufstellt.
Dabei betonte Scharf, dass „die Boysen Gruppe auch im Kerngeschäft Abgastechnik seit Jahren weiterwächst, was unser Grundstein dafür ist, um zielgerichtet in die technologische Transformation investieren zu können“.
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Rundgang durch die hochmoderne Fertigung am Boysen Standort in Simmersfeld, der den Doktorandinnen und Doktoranden einmal mehr vor Augen führte, wo ihre theoretischen Ansätze schlussendlich Wirkung entfalten müssen: in der realen Produktion eines Industrieunternehmens.
Über die Boysen-Stiftung:
Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 hat die gemeinnützige Friedrich und Elisabeth Boysen-Stiftung eine achtstellige Fördersumme mobilisiert, um insbesondere an der Universität Stuttgart, der Technischen Universität (TU) Dresden sowie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zukunftsweisende Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Umweltschutzes zu ermöglichen. Heute zählt die Stiftung zu den bedeutendsten Förderinstitutionen in Baden-Württemberg.
Ein wichtiger Eckpfeiler ist das Boysen-TU Dresden-Graduiertenkolleg, welches 2012 an der TU Dresden als fachübergreifende Plattform realisiert wurde, um komplexe Fragestellungen – unter anderem aus der Wasserstoffwirtschaft – durch die Verknüpfung von technischem Ingenieurwissen mit sozialpolitischen Themen ganzheitlich zu lösen.
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Kerngeschäft der Boysen Gruppe mit Stammsitz in Altensteig (Baden-Württemberg) ist die Entwicklung und Fertigung hochleistungsfähiger Abgassysteme und -komponenten für Pkw, Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen. Neben den drei Hauptkunden Audi, BMW und Mercedes-Benz arbeitet der Abgastechnik-Spezialist für die deutschen Automobilhersteller Volkswagen und Porsche, die englischen Marken Bentley und Rolls-Royce, die Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck und MAN sowie im Bereich Off-Highway-Anwendungen für Krauss Maffei, mtu, Voith u.a.
Bereits seit 2016 treibt die Boysen Gruppe die technologische Transformation entscheidend voran. Mit neuen Produktgruppen wie Batteriegehäusen, Wasserstoff-Tanksystemen, Bedienelementen und Elektronikbauteilen wird das nächste Kapitel der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte geschrieben. Weitere Bausteine der Zukunftsstrategie sind die Herstellung von Energiespeichern (Redox-Flow-Batteriesysteme) und Brennstoffzellen sowie die Grundlagen- und Produktentwicklung im Bereich der Wasserstofftechnologie.
Die Boysen Gruppe ist ein Stiftungsunternehmen und beschäftigt aktuell rund 5.100 Mitarbeiter an 30 Standorten im In- und Ausland. Neben den Entwicklungsstandorten in Altensteig, Nagold und Simmersfeld verfügt Boysen über Produktionsstandorte in Altensteig, Simmersfeld, Nagold, Heubach, Steißlingen, Salching, Ingolstadt, Plauen und Achim sowie in Frankreich, Ägypten, Südafrika, Indien, China, Mexiko, Ungarn, Serbien und in den USA.
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Hinweis:
Die hierzu beigefügten Fotos dürfen nur im Zusammenhang mit dieser spezifischen Pressemitteilung und nicht in Verbindung mit anderen Berichten oder Artikeln über die Boysen Gruppe verwendet werden. Jegliche anderweitige Nutzung bedarf der schriftlichen Zustimmung der Boysen Gruppe.
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Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Christian Grimm
Teamleiter Marketing
BIN Boysen Innovationszentrum Nagold GmbH & Co. KG
Carl-Friedrich-Gauss-Str. 4
72202 Nagold
Tel. 07452/8408-200
Fax 07452/8408-8200
E-mail christian.grimm(at)bin.boysen-online.de
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